Es olll dort die Münchenr Uraufführung der Oper „Ökodation“ stattfinden aus der freien Szene mit freien und renomierten Künstlern der Stadt. Die Oper ist eine Adaption des Theaterstückes “ ökodation28″ der Münchenr Künstlergruppe „schöner scheitern“ und behandelt die Transformation in eine Nachhaltige Gesellschaft …ähnlich wie Bertholt Brechts Dreigroschen Oper in der Zeit zur Transformation in eine industrialisierte Gesellschaft. Die Realisierung des librettos der Komposition und der Aufführung sind in Arbeit mit entsprechenden Fördergeldern der Stadt. Die Halle eignet sich in Ihrer größe ideal für die Inszenierung.
Projektbeschreibung:
ÖKODATION ALS OPER
Das Projekt
Es geht darum, das Theaterstück „Ökodation 2028“ (www.oekodation.de) als Oper zu
vertonen. Das ist die Aufgabe des Komponisten Max Doehlemann (www.maxdoehlemann.de). Dabei soll zunächst einmal eine Particell-Fassung erstellt werden.
Gleichzeitig soll aus dem Theaterstück ein Libretto werden, der Text also der Oper angepasst
werden. Hierfür ist Philipp Catterfeld verantwortlich. Die Idee, dass aus dem Theaterstück
eine Oper werden muss, ist von Andreas Klauke. Er ist der Projektinitiator und Projektleiter
(www.andreasklauke.de).
Die „Ökodation 2028“ ist ein Theaterstück
von Philipp Catterfeld und Alban Knecht.
Das Stück wurde am 29. Januar 2006 das
erste Mal in einer Szenischen Lesung im
Münchner TamS-Theater der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Spieldauer des
Theaterstücks beträgt etwa 150 Minuten.
Inhalt und Thema
Im Jahr 2028 stranden fünf Menschen auf einer Berghütte. Schon bald finden sie sich in einer
der Hauptbeschäftigungen der Neuen Glorreichen Demokratie wieder: Ökodation – das ist
eine Art Laienprozess als Gesellschaftsspiel. Denn Frank ist bis 2018 Auto gefahren. Und da er
von den tödlichen Folgen seines Handelns wusste, lautet die Anklage auf (statistischen) Mord.
Kurz nach seiner Verurteilung wird die Hütte von der Sintflut erfasst.
In Frank, dem Angeklagten, erkennt sich der Zuschauer notgedrungen wieder: Immer waren
andere Dinge – Arbeit, Liebe, Anerkennung – wichtiger als der Umweltschutz. Dadurch, dass
Catterfeld und Knecht die Suche nach der Schuld für die Katastrophe der 2028 herrschenden
Ökodiktatur zuweisen können, bleibt es ihnen erspart, selbst die Moralkeule zu schwingen.
Auffällig ist außerdem, wie gut gelaunt die Protagonisten ihrem baldigen Tod entgegen
gehen. Vielleicht, weil sie sich zu den letzten Überlebenden zählen. Ähnlich argumentiert
auch der Laienverteidiger im Stück: „Zu verlockend ist es für den Menschen, den Punkt hinter
das letzte Kapitel der Menschheitsgeschichte zu setzen.“
Als Oper?
Sowohl die Brisanz als auch die Dimension der Klimakatastrophe ist dazu prädestiniert als
Oper dargestellt zu werden. Also so groß wie möglich! Denn letztlich geht es hier um den
Untergang der Menschheit. Die Vorlage „Ökodation 2028“ als Sci-Fi-Farce bietet zudem den
Vorteil, dass hier letztendlich argumentiert wird: Wenn die Menschheit es nicht schafft, die
Klimakatastrophe zu bewältigen, macht sie sich einfach lächerlich und stirbt.
Diese Mischung aus „Grinsen und Grauen“ ist musikalisch sehr attraktiv, gibt sie doch neben
dem umweltpolitischen Anliegen dem Komponisten die Chance, viele von ihm entwickelte
musikalische Stilmittel anzuwenden. Die Oper soll schließlich aufrütteln, aber auch
unterhalten. In der Übersteigerung liegt eine Menge Humor, und den hat die Menschheit
wirklich nötig, um mit distanziertem Blick doch noch die Dinge zum Guten zu wenden / die
Kurve zu kratzen / dem Tod von der Schippe zu springen …
Musikalisch ist es ferner interessant, die komprimierten und übersteigerten Psychogramme
der Beteiligten auszuleuchten – teils grell, aber auch menschlich und persönlich. Der
hysterischen, im Staccato-Ton einprasselnden Ausdrucksweise von Macht und Terror steht
eine das Persönliche und Menschliche wiedergebende individuelle Gefühlssprache – letztlich
das Maß aller Dinge – gegenüber.
Andreas Klauke Max Doehlemann Philipp Catterfeld
Team
Die Autoren der „Ökodation 2028“, Alban Knecht und Philipp Catterfeld (www.oekodation.de),
aber auch der die Oper produzierende Andreas Klauke (www.andreasklauke.de), können sich die
Ökodation eigentlich gar nicht mehr anders vorstellen als als Oper. Umso glücklicher sind sie,
dass sie als Komponisten Max Doehlemann (www.max-doehlemann.de )gewinnen konnten. Die
Selbsthilfegruppe schöner scheitern (www.schoenerscheitern.de), ein Künstlerkollektiv, stellt mit
ihren Erfahrungen im performativen Bereich ein Netzwerk und einen künstlerischen Hintergrund
zur Verfügung.
Kurzbiographien
Andreas Klauke
– 1967 in Stuttgart geboren
– Mischwesen aus politischem Aktivisten, selbständigem Unternehmer, angestelltem
Umwelttechniker, Familienmenschen und freischaffendem Künstler
– Repräsentant der Max-Planck-Gesellschaft auf der Ausstellungstour 2008 Science Express
durch Indien für ca. 2. Mio. Besucher, Veranstaltungskoordination, Dokumentation und
Reporterstellung
– Herausgeber der „Wiesn Singfibel“, Organisator von Performancefestivals, diversen
Theaterprojekten (https://www.youtube.com/watch?v=x1ohQxdrOWI), Initiator von
Bürgerbegehren, Mitglied der Selbsthilfegruppe schöner scheitern, zertifizierter EUFundraiser/Projektmanager
Max Doehlemann
– 1970 in Hamburg geboren
– Komponist, Pianist und Projekt-Anstifter, er wurde mit mehreren internationalen
Kompositionspreisen ausgezeichnet
– Studium: Komposition, Klavier und Dirigieren in München und Berlin
– musikalischer Leiter, unter anderem viele Jahre am Berliner Ensemble
– Betreuung eines musikalischen Klimaschutzprojekt (https://www.klimaglocken.net/startseite2/partner/)
– Initiation musikalischer Kooperationen (HADASS, MD Jazztrio, Semitones) und Konzertreihen
(Shkoyach, Jüdischer Kultursommer, Jazz in the Garden)
– Zusammenarbeit mit dem Brandenburgischen Staatsorchester (BSOF), mit dem Deutschen
Kammerorchester (DKO) und anderen Ensembles
– Zusammenarbeit mit international tätigen (Klassik-)Solisten wie Ramón Jaffé oder Liv Migdal
– Kooperationen auch mit Jazzern wie Paul Brody, Daniel Weltlinger u.v.a.
– Konzertauftritte in Sälen wie Berliner Philharmonie, Oetker-Halle Bielefeld, Konzerthaus
Frankfurt/Oder, mehrere Israel-Tourneen, unterstützt vom Goethe-Institut
– 2021 Programmierung der Software „Quintus 0.12“ nach der musiktheoretischen Konzeption
von Max Doehlemann
Philipp Catterfeld
– 1967 geboren in München
– Deutsch-als-Zweitsprache-Lehrer bei inlingua, Autor, ehemaliger Rikschafahrer
– Studium der Soziologie (LMU München) und der Theater-, Film- und Fernsehkritik (HFF
München)
– Lehrbeauftragter an der Hochschule München
– Projekte: „Ökodation“, „Flaschensammeln“ (www.halem-verlag.de/flaschensammeln)
– Präsident der Selbsthilfegruppe schöner scheitern







